The Last of Us Part II, von vielen noch kurz last of us 2 genannt, ist kein Spiel für nebenbei. Es verbindet Survival-Action, Schleichmechaniken und eine Geschichte, die bewusst aneckt, weil sie Verlust, Rache und Perspektivwechsel sehr ernst nimmt. Wer wissen will, worauf sich der Titel 2026 wirklich einlässt, bekommt hier die wichtigsten Fakten, die sinnvollste Version und eine ehrliche Einordnung, für wen sich das Spiel lohnt.
Das Wichtigste zu The Last of Us Part II in Kürze
- Genre: Storylastiges Action-Adventure mit starkem Stealth- und Survival-Anteil.
- Kern: Eine düstere Geschichte über Verlust, Gewaltfolgen und moralische Grauzonen.
- Einstieg: Das Spiel funktioniert eigenständig, wirkt mit The Last of Us Part I davor aber deutlich stärker.
- Beste Fassung 2026: Die Remastered-Version auf PS5 oder PC ist technisch und funktional die sinnvollste Wahl.
- Besonderheit: Der Titel polarisiert bis heute, weil er Erwartungen an Heldentum und einfache Antworten bewusst bricht.
Worum es in The Last of Us Part II eigentlich geht
Ich würde die Geschichte nicht als einfache Rachehandlung lesen. Im Zentrum stehen nicht nur Ellie und die Folgen einer persönlichen Tragödie, sondern auch die Frage, wie Gewalt einen Menschen verändert, wenn man immer tiefer in einen Kreislauf aus Verlust und Vergeltung rutscht. Genau diese Härte macht das Spiel so prägend: Es will nicht beruhigen, sondern reiben.
Wichtig ist dabei die Struktur. Die Fortsetzung ist zwar als eigenständiges Spiel spielbar, aber die emotionale Wirkung gewinnt deutlich, wenn man die Vorgeschichte kennt. PlayStation weist selbst darauf hin, dass Part II auch ohne Teil 1 verständlich ist, viele Motive und Entscheidungen aber erst mit dem Kontext aus dem ersten Spiel wirklich Gewicht bekommen. Genau deshalb sehe ich die Reihenfolge Part I zuerst, dann Part II fast immer als die bessere Wahl.
Was die Erzählung so stark macht, ist der Mut zur Unbequemlichkeit. Das Spiel will nicht, dass man nur mit einer Figur mitgeht und alles andere ausblendet. Es fordert dazu heraus, Perspektiven auszuhalten, die man anfangs vielleicht ablehnt. Und genau an diesem Punkt setzt auch das Gameplay an, weil es diese innere Spannung nicht nur erzählt, sondern spürbar macht.
Warum das Gameplay so intensiv wirkt
Spielerisch lebt The Last of Us Part II von einem sehr engen Zusammenspiel aus Schleichen, Positionswechsel, Ressourcenknappheit und plötzlicher Gewalt. Ich finde besonders stark, dass das Spiel dich selten in eine bequeme Lösung drängt. Gegner flankieren, Hunde verfolgen Spuren, Munition ist knapp, und ein offenes Feuergefecht wird schnell teuer. Dadurch fühlt sich fast jeder Raum wie ein kleines taktisches Problem an.
Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist das Ausweichen im Nahkampf. Diese Mechanik macht Gefechte direkter und unberechenbarer als im Vorgänger, weil du nicht einfach auf rohe Feuerkraft vertrauen kannst. Dazu kommt der Hörmodus, der dir beim Orientieren hilft, aber die Unsicherheit nicht komplett aufhebt. Genau das ist der Punkt: Das Spiel soll Druck erzeugen, nicht Komfort.
Auch das Sounddesign trägt viel zur Wirkung bei. Schritte, entfernte Schreie, das Umgehen von Gegnergruppen und das Aufspüren von Gegnern über Geräusche machen mehr aus als nur Atmosphäre. Wer mit Kopfhörern spielt, merkt sehr schnell, dass das Spiel nicht nur schön inszeniert ist, sondern präzise auf Spannung gebaut wurde. Genau deshalb bleibt es mechanisch auch 2026 noch erstaunlich stark.

Welche Version sich 2026 am ehesten lohnt
Wenn ich heute neu einsteigen würde, würde ich fast immer zur Remastered-Fassung greifen. Die ursprüngliche PS4-Version hat ihren Wert als Original, aber technisch und funktional ist sie nicht mehr die beste Wahl. Die Remastered-Edition bringt sichtbar mehr Ruhe ins Gesamtbild und macht den Einstieg spürbar angenehmer.
| Version | Plattform | Stärken | Mein Fazit |
|---|---|---|---|
| Original | PS4 | Basisversion, oft günstig gebraucht | Sinnvoll nur, wenn du bereits auf PS4 spielst oder sehr günstig an das Spiel kommst. |
| Remastered | PS5 | Bessere Grafik, DualSense-Integration, zusätzliche Modi wie No Return | Für die meisten Spieler die beste Konsolenfassung. |
| Remastered | PC | Grafische Verbesserungen, Feintuning am System, zusätzliche Barrierefreiheitsoptionen | Die flexibelste Wahl, wenn dein Rechner stark genug ist. |
Nach Angaben von PlayStation bietet die PC-Fassung neben grafischen Verbesserungen auch volle DualSense-Unterstützung sowie zusätzliche Barrierefreiheitsoptionen wie Descriptive Audio und Speech to Vibrations. Die PC-Version erschien am 3. April 2025, also rechtzeitig genug, um 2026 als ausgereifte Variante zu gelten. Wer den Controller-Eindruck auf dem PC voll ausnutzen will, braucht allerdings eine Kabelverbindung.
Der größte Mehrwert der Remastered-Fassung ist für mich nicht nur die Optik, sondern No Return: ein Roguelike-Modus mit zufälligen Begegnungen, wechselnden Bedingungen und Runs, die nach dem Scheitern neu beginnen. Das ist kein Ersatz für die Story, aber ein guter Grund, nach dem ersten Durchlauf dranzubleiben. Außerdem lässt sich die Handlung inzwischen per Update auch chronologisch spielen. Interessant für Wiederholer, ja, aber ich würde den ersten Run trotzdem in der ursprünglichen Dramaturgie spielen, weil genau diese Struktur die Wirkung des Spiels trägt.
Die kurze Version lautet deshalb: PS4 nur, wenn du bereits dort bist oder sparen willst. PS5 oder PC sind 2026 klar die sinnvolleren Optionen, weil sie das Spiel technisch und spielerisch runder machen. Von dort aus führt der Blick fast automatisch zur nächsten Frage, warum dieses Spiel bis heute so kontrovers diskutiert wird.
Warum die Geschichte bis heute polarisiert
Die Diskussion um The Last of Us Part II kommt nicht aus dem Nichts. Das Spiel bricht bewusst mit der Erwartung, dass der Spieler immer auf der „richtigen“ Seite steht. Es will Mitgefühl nicht bequem verteilen, sondern erzwingen, indem es Perspektiven verschiebt und Loyalitäten testet. Ich halte das für mutig, aber auch für verständlicherweise sperrig.
- Perspektivwechsel: Das Spiel verlangt, dass man Konflikte von mehreren Seiten betrachtet.
- Ton: Gewalt bleibt nicht folgenlos, sondern hinterlässt emotionale und narrative Spuren.
- Struktur: Das Pacing ist absichtlich nicht glatt, weil die Geschichte Reibung erzeugen soll.
- Erwartungshaltung: Wer eine klassische Rachefantasie sucht, wird eher enttäuscht als abgeholt.
Genau hier liegt der Grund, warum das Spiel bis heute Gesprächsstoff liefert. Manche empfinden die Struktur als zu hart oder zu zerstückelt, andere sehen gerade darin die Stärke. Ich persönlich würde sagen: Wenn ein Spiel noch Jahre später so widersprüchlich besprochen wird, dann hat es mehr getan, als nur sicher zu funktionieren. Es hat eine Haltung. Und diese Haltung ist nicht gefällig, sondern klar.
Für wen sich der zweite Teil lohnt
Wenn ich das Spiel ohne Umwege einordnen müsste, dann so: Es passt vor allem zu Menschen, die starke Geschichten mit hohem emotionalem Druck mögen. Wer sich gern auf Schleichmechaniken einlässt, Wert auf Inszenierung legt und auch mal aushalten kann, dass ein Spiel nicht ständig belohnt, wird hier sehr viel mitnehmen.
- Geeignet für: Spieler, die narrative Tiefe, dichte Atmosphäre und anspruchsvolle Schleicheinlagen schätzen.
- Geeignet für: Alle, die ein AAA-Spiel mit echtem Risiko im Storytelling sehen wollen.
- Eher nicht geeignet für: Wer leichte Unterhaltung, schnelle Erfolgserlebnisse oder ein entspanntes Abenteuer sucht.
- Vorsicht geboten bei: Starker Gewalt, belastenden Themen und langen Phasen emotionaler Schwere.
Wenn du Teil 1 noch nicht gespielt hast, kannst du theoretisch trotzdem einsteigen, aber ich würde es nicht empfehlen, wenn du die volle Wirkung willst. Die Fortsetzung funktioniert als eigenständiges Werk, ja, doch viele Entscheidungen im Spiel treffen deutlich härter, wenn man die Vorgeschichte schon kennt. Genau das macht den Unterschied zwischen „verstanden“ und „wirklich getroffen werden“ aus.
Was ich vor dem ersten Durchlauf einplanen würde
Für einen guten ersten Durchlauf würde ich drei Dinge im Kopf behalten: genug Zeit, gutes Audio und die Bereitschaft, das Spiel nicht zu schnell zu bewerten. The Last of Us Part II entfaltet seine Stärke nicht in einem Sprint, sondern in dem Moment, in dem du die Spannung zwischen Geschichte und Mechanik wirklich zulässt.
- Spiele möglichst in ruhigen Sessions, damit die Stimmung nicht zerfällt.
- Nimm Kopfhörer oder ein gutes Soundsystem, weil viele Infos über Audio laufen.
- Erwarte keine einfache Heldenreise, sondern eine absichtlich unbequeme Erzählung.
- Teste nach der Story unbedingt No Return, wenn du das Kampfsystem weiter ausreizen willst.
Am Ende bleibt für mich genau das die Stärke dieses Spiels: Es ist nicht nur ein sehr gutes Action-Adventure, sondern ein bewusst gebautes Stück Spieldesign, das Emotion, Mechanik und Reibung miteinander verbindet. Wer sich darauf einlässt, bekommt 2026 noch immer eines der prägnantesten Spiele seiner Generation.